Foto: Björn Kluge

Beate Nowak ist Berlinerin. Sie erhielt frühe künstlerische Anregungen auf der Schulfarm lnsel Scharfenberg und studierte an der heutigen UdK Berlin „Visuelle Kommunikation“; 1986 wurde sie Meisterschülerin von Prof. Jürgen Spohn. Seit ihrem Abschluss arbeitet sie als Grafikerin im Bereich Printmedien und in ihrem eigenen Atelier.

Seit 1994 unterrichtet sie an der Volkshochschule Reinickendorf Malen und Zeichnen. In der Halle der Humboldt-Bibliothek zeigt Beate Nowak einen Querschnitt der Arbeit der letzten zehn Jahre, collagierte Mischtechniken, in denen Naturobjekte in neue Zusammenhänge eingebunden werden.

Das Material wird unkonventionell

eingesetzt. Auf rhythmisch grundiertem Papier beginnt ein langwieriger Prozess, der sich oft über Monate hinzieht. Die Malerin kombiniert den Einsatz der Farbe mit plastischen Strukturen; sie bindet Wellpappe, Fotos, Ziegelsplitt, Spachtel-masse, Baumrinde und Blütenblätter in ihre Bilder ein und sie tut dies mit Gespür für die Angemessenheit der

Grenzüberschreitung zwischen Augentäuschung, Phantasmagorie und Lust am Konkreten.

Beate Nowaks Arbeiten klingt nicht selten so etwas wie ein archäologisches Moment an, das darüber hinaus für den Betrachter die Dimension einer Tiefengrabung im eigenen Gefühlsles ben offen lässt. Ihre Kunst sucht die Balance zwischen

Dramatik und Ordnung, Härte und Weichheit, kühlem Spiel der Zugangsebenen und dem unverstellten Streben nach warmen Ausdruckswerten. Schönheit, das wird in ihren Bildern deutlich, liegt eben nicht in der glatten Oberfläche, die keine Widersprüche zulässt.

 

Andreas Butter

Zeichnungen
Collagierte Malerei

Copyright © 2017 Beate Nowak